Chronik 25.10.2020

Repressiver Liberalismus. Vom Ende eines Jahrzehnts und dem Traum einer schweigenden Mehrheit.

Mitunter gibt es gute Gründe die politische Zeitrechnung von der streng kalendarischen abweichen zu lassen. Elementare Ereignisse oder der Wechsel gewisser Grundstimmungen sind dann hilfreicher zur Erfassung von Epochen. Wir kennen die Rede vom „langen 19. Jahrhundert“, das mit der Französischen Revolution 1789 verfrüht beginnt und mit dem Ersten Weltkrieg 1914 bzw. 1918 verspätet abgeschlossen ist. Es folgt darauf das „kurze 20. Jahrhundert“, das mit dem Ersten Weltkrieg und der Russischen Revolution 1917 anbricht und mit dem Zusammenbruch des Kommunismus 1989/1990 endet.

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